Altersvorsorge 2027: Das ändert sich für Ihre Rente
Warum die Riester-Rente ausgedient hat
Das Grundproblem der Riester-Rente war die verpflichtende 100-Prozent-Kapitalgarantie. Klingt erstmal sicher, hat Anbieter aber gezwungen, Ihr Geld überwiegend in niedrig verzinste Anleihen zu stecken – gerade in den Jahren niedriger Zinsen blieb da kaum Rendite übrig. Das Ergebnis: Die Zahl der Verträge stagnierte seit Jahren bei rund 15 Millionen. Der Gesetzgeber hat das erkannt und mit dem Altersvorsorgereformgesetz reagiert, das der Bundestag im März und der Bundesrat im Mai 2026 verabschiedet haben.
Das Altersvorsorgedepot = mehr Rendite, mehr Freiheit
Kernstück der Reform ist das neue Altersvorsorgedepot. Statt zwingend in Anleihen zu investieren, fließt Ihr Geld künftig in Fonds, ETFs und weitere Anlageklassen – mit echten Renditechancen am Kapitalmarkt. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann trotzdem ein Produkt mit 80- oder 100-prozentiger Garantie wählen. Die Wahl liegt bei Ihnen.
Auch bei der Förderung tut sich einiges: Bis zu 540 Euro Grundzulage pro Jahr sind möglich, dazu kommen wie gehabt Kinderzulagen und Steuervorteile. Neu ist ein einmaliger Berufseinsteigerbonus von 200 Euro für alle unter 25. Und: Der Kreis der Förderberechtigten wächst spürbar. Erstmals profitieren auch Selbstständige, Freiberufler und Pflichtversicherte in berufsständischen Versorgungswerken – Gruppen, die bei Riester bisher oft außen vor waren.
Frühstart-Rente: Vorsorge ab dem ersten Schultag
Parallel dazu kommt die Frühstart-Rente. Die Idee dahinter: Kinder sollen möglichst früh vom Zinseszinseffekt profitieren. Vom sechsten bis zum 18. Geburtstag zahlt der Staat monatlich 10 Euro in ein Altersvorsorgedepot Ihres Kindes ein – automatisch, ohne dass Sie jedes Jahr neu beantragen müssen. Für den Jahrgang 2020 gilt das schon rückwirkend zum 1. Januar 2026. Aus diesen eher kleinen Beiträgen kann über Jahrzehnte am Kapitalmarkt ein ordentliches Startkapital für die spätere Rente Ihres Kindes entstehen.
Und was ist mit meinem bestehenden Riester-Vertrag?
Keine Sorge den niemand muss handeln. Bestehende Riester-Verträge laufen unverändert weiter, es gibt keine Zwangskündigung und keine automatische Umstellung. Sie können Ihren Vertrag weiter besparen oder freiwillig ins neue Altersvorsorgedepot wechseln. Nur eines geht ab 2027 nicht mehr: neue Verträge nach dem alten Riester-Modell abschließen.
Was heißt das jetzt für Sie?
Eine Reform dieser Größenordnung wirft naturgemäß Fragen auf z.b. lohnt sich ein Wechsel für Sie persönlich? Was passiert mit Ihrem laufenden Vertrag? Wie viel Förderung steht Ihnen konkret zu? Genau dafür sind wir jetzt für Sie da.
In einem kostenfreien Beratungsgespräch bei Gronau Versichert schauen wir gemeinsam auf Ihre Situation und finden heraus, welche Altersvorsorge ab 2027 wirklich zu Ihnen passt.

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